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Blogbeitrag von David Buckingham: “Media literacy: a case of policy failure”

Im Juli veröffentlichte das Oberhaus des britischen Parlaments (House of Lords) einen Bericht zum Thema „Media Literacy“. Darin wird festgestellt, dass Medienbildung zwar seit Jahren Thema in politischen Debatten ist, in der Praxis, beispielsweise im Schulbereich, aber weitgehend unzureichend umgesetzt wird.

Der Medienpädagoge David Buckingham nimmt diesen Bericht in einem aktuellen Blogbeitrag zum Anlass, um die Kritik an der britischen Medienbildung zu vertiefen und einzuordnen. Unter dem Titel “Media Literacy: A Case of Policy Failure” wirft er einen kritischen Blick zurück auf bildungspolitische Entwicklungen der letzten Jahrzehnte, die seiner Ansicht nach maßgeblich zu den heutigen Versäumnissen beigetragen haben. Im Zentrum der Kritik steht, dass das anfangs ambitionierte Vorhaben, über weite Strecken unterfinanziert, politisch uneindeutig und entpolitisiert blieb. Media Literacy wurde in der britischen Medienbildung vor allem im Sinne rein technischer Kompetenzen verstanden, während kritisch-reflexive Perspektiven eher marginal blieben.