Auf netzpolitik.org ist ein Artikel von Esther Menhard erschienen, welcher die politische Debatte rund um die Einführung einer Bildungs-ID nachzeichnet und kritische Stimmen von DatenschützerInnen, WissenschaftlerInnen und GewerkschafterInnen zu Wort kommen lässt.
Mit der Schüler-ID sollen Daten von den Lern- und Bildungswegen der SchülerInnen zentral erfasst werden. Begründet wird die geplante Einführung damit, dass sie Abbrecherquoten verringern, Leistungen von SchülerInnen verbessern und einen Schulwechsel erleichtern könne. In Menhards Artikel wird aber auch deutlich, dass der Nutzen der Schüler-ID von WissenschaftlerInnen infrage gestellt wird. Zum einen liegen entsprechende Daten beispielsweise in Form von Schulleistungstests schon vor, werden aber kaum ausgewertet. Zum anderen würden mehr Daten nicht automatisch zu mehr Bildungsgerechtigkeit führen. Stattdessen ist die Sorge um die Privatsphäre von SchülerInnen groß. So könnten Persönlichkeitsprofile angelegt werden und die Gefahr von Stigmatisierung und Diskriminierung könnte steigen.
Mehr Hintergründe zur Bildungs-ID finden Sie in dem Artikel.
